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Bild von Demo: Frankfurt, Antikriegstag 2012

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Krieg um Syrien Poster zur Entwicklung in Syrien
In einer kurzen Broschüre (hier als pdf und hier als epub) stellen wir die wichtigsten Entwicklungen und Wendepunkte in der Entwicklung Syriens seit 2001 dar. Und hier im Überblick als Poster

Ein Video , das die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Eine Diskussion, die auf jeden Fall ausgeweitet werden sollte.

Video:Hände weg von Syrien: Demonstration in Frankfurt, 01.09.2012

Ein Video von unserem letzten Aufenthalt in Syrien - im April 2012. Es gibt auch einen ganz normalen Alltag.

Eine Schweizerin besucht Freunde in Syrien. Sie war dort für 3 Wochen im Oktober 2011 reiste durch das Land und berichtet über ihre Erfahrungen.



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Öl als Waffe, 30.05.2016

Wir haben immer wieder betont, dass Syrien nicht in einem Bürgerkrieg zerstört wird, sondern in einem Krieg um regionale und globale Vorherrschaft. Ein bedeutender Teil dieses Konflikts ist der Kampf Saudi-Arabiens gegen den Iran.

Die Unterstützung Saudi-Arabiens für al-Nusra und andere terroristische Organisationen mit Geld und Waffen in diesem Stellvertreterkrieg ist offensichtlich. Nun setzt Saudi-Arabien Öl als Waffe direkt gegen den Iran ein.

In den vergangenen Monaten gab es lange Zeit einen massiven Preisverfall des Öls. Saudi-Arabien konnte damit lange Zeit recht zufrieden sein. Öl zu fördern ist in Saudi-Arabien billiger als anderswo, die neue Konkurrenz aus den USA wurde unter Druck gesetzt und wenn Russland und der Iran durch den niedrigen Preis des Öls wirtschaftlich unter Druck gesetzt wurden, war das eine willkommene Ergänzung. Doch auf die Dauer spürte auch das Königreich die Folgen des niedrigen Ölpreises – nicht zuletzt, weil es einen langen kostspieligen Krieg gegen den Jemen führt.

Es gab Verhandlungen zwischen den Ölproduzierenden Ländern (OPEC, Russland, Venezuela, Mexico und andere) und den Versuch, die Ölproduktion – nicht zu drosseln, aber doch auf dem gegenwärtigen Niveau zu begrenzen.

Der Iran war in diesen Verhandlungen nicht involviert. Die iranische Regierung meinte, nach dem Ende der Sanktionen sollte zunächst einmal das Niveau erreicht werden, wie es vor Beginn der Sanktionen geherrscht hatte. Dies war eine Forderung, die die meisten Ölproduzierenden Länder stillschweigend akzeptierten.

Michael T. Klare schrieb auf Salon:"Am Sonntag den 17. April sollte es soweit sein. Die führenden ölproduzierenden Länder trafen sich in Doha, der glitzernden Hauptstadt des ölreichen Katar. Sie wollten einen Vertrag unterzeichnen, der bereits ausgehandelt war und die Ölförderung auf dem gegenwärtigen Niveau einfrieren sollte.

Völlig unerwartet scheiterte der Deal in letzter Minute.

Der saudische stellvertretende Kronprinz Mohammed bin Salman rief die Delegation in Doha an und forderte sie auf, dem Iran keinerlei (Ver)handlungsfreiheit zu lassen. Und als Iran deutlich machte, die Ölproduktion auf das Niveau vor den Sanktionen bringen zu wollen, ließ die Regierung Saudi-Arabiens die Einigung scheitern. Sie zog ihre Zustimmung zu dem Vertrag, den sie selbst mit entworfen hatten zurück und das Treffen scheiterte im Chaos.

Für Saudi-Arabien war es wichtiger, den Iran zu "bestrafen", als die Ölpreise zu erhöhen.

Für Kronprinz Mohammed (der übrigens den saudischen Ölminister übergangen hat) war es ein weiterer Schritt im Krieg um regionale Hegemonie. "Unter seiner Führung" schrieb die Financial Times "erscheint die saudische Ölpolitik … mehr von Riads bitterer Rivalität gegenüber Teheran getrieben zu sein, als vom Ölpreis."

Eine "Rivalität", die sich im Krieg gegen Syrien genauso zeigt, wie im Krieg gegen den Jemen