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Bild von Demo: Frankfurt, Antikriegstag 2012

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Dichtung und Wahrheit: Nicht alles was über Syrien berichtet wird hält einer Prüfung stand.

Eindrücke von einer Reise nach Syrien im April, vor den Angriffen der FSA. Postkartenbilder in den großen Städten, statt Tumult und Aufruhr .

Stationen eines Aufstands: Vom ländlichen Aufstand in Daraa zum Angriff der NATO-Söldner.



Medien


Krieg um Syrien Poster zur Entwicklung in Syrien
In einer kurzen Broschüre (hier als pdf und hier als epub) stellen wir die wichtigsten Entwicklungen und Wendepunkte in der Entwicklung Syriens seit 2001 dar. Und hier im Überblick als Poster

Ein Video , das die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Eine Diskussion, die auf jeden Fall ausgeweitet werden sollte.

Video:Hände weg von Syrien: Demonstration in Frankfurt, 01.09.2012

Ein Video von unserem letzten Aufenthalt in Syrien - im April 2012. Es gibt auch einen ganz normalen Alltag.

Eine Schweizerin besucht Freunde in Syrien. Sie war dort für 3 Wochen im Oktober 2011 reiste durch das Land und berichtet über ihre Erfahrungen.



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Aleppo befreit, 02.01.2017

Bis zuletzt hatten die USA am Regime-Change in Syrien festgehalten. Eine "Politische Lösung" hieß für sie Sturz von Assad mit allen Mitteln. Und solange "Assad" nicht in Verhandlungen gestürzt werden konnte, wurden – und werden - die Dschihadisten weiter aufgerüstet.

Mit der Befreiung Aleppos ist diese Politik vorerst an ihre Grenze gestoßen. Die USA wurden nicht einmal mehr zu den aktuellen Verhandlungen über die Zukunft Syriens eingeladen.

Auch Erdogans Großmachtpolitik fand ihre Grenzen. Der türkische Einfluss im Norden Syriens und des Irak, von Aleppo bis Mosul sollte gestärkt werden: Stattdessen stärkten die USA die kurdische YPG und mehr denn je sieht die türkische Regierung die Gefahr eines kurdischen Staates im Norden Syriens erwachsen. Das steht im Zentrum der der Beweggründe für die türkische Regierung, sich am Aufbau eines Waffenstillstandes in Syrien zu beteiligen.

Die russische Regierung verstand sehr genau, welche Kräfte im Land und vom Ausland aus tätig waren. Mit einer konsequenten Politik gegen den gewaltsamen Regime-Change und für eine politische Lösung stärkte die russische Außenpolitik nicht nur die syrische Regierung, sondern auch ihre eigene Position im Nahen Osten.

Und erst das direkte militärische Eingreifen Russlands ermöglichte die dann allerdings ergebnislosen Gespräche in Genf. Der erfolgreiche Kampf zur Befreiung Aleppos ebnete schließlich den Weg für einen neuen Lösungsansatz: Waffenstillstand und direkte Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition – ohne die USA.

Anders als in der Vergangenheit werden die Dschihadisten den Waffenstillstand nicht ausnutzen können, um ihre Positionen zu stärken. Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen werden nicht hingenommen werden.

Der Waffenstillstand wird überwacht von Russland und der Türkei – da konnten selbst die westlichen Vetomächte in den UN nicht mehr Nein sagen: Eine neue UN-Resolution, die im Wesentlichen von Russland formuliert wurde, unterstützt diesen Ansatz.

In Astana sollen Verhandlungen über eine politische Lösung folgen. Viel wird davon abhängen, wie die Zusammensetzung der Verhandlungsparteien aussehen wird.

Die Türkei, die in ihrer Politik zwischen Ost und West chargiert, ist ein schwieriger Partner für Russland und die formale Einbindung der Verhandlungen von Astana in den UN-Prozess und die Verhandlungen in Genf schafft Raum für die Kräfte des Regime-Change.

Der Regime-Change durch die USA fällt aus – und der Waffenstillstand hilft endlich dem geschundenen Land.